Tachomanipulation kommt nach wie vor häufig vor
Jeder, der einen Gebrauchtwagen kauft, möchte Gewissheit über die Laufleistung des Fahrzeugs haben. Leider ist Tachomanipulation nach wie vor ein weit verbreitetes Problem, insbesondere bei Importfahrzeugen. Bei Tachomanipulation wird die Laufleistung eines Autos zurückgedreht, damit das Fahrzeug weniger abgenutzt erscheint, als es tatsächlich ist. Dies kann erhebliche Folgen sowohl für den Wert des Autos als auch für die zukünftigen Kosten der Wartung haben.
Die Wartungshistorie hilft bei der Verifizierung der Laufleistung
Wenn Sie den Verdacht auf einen möglichen Kilometerstandbetrug haben, ist es wichtig, die Fahrzeughistorie so gründlich wie möglich zu überprüfen. Eine der wertvollsten Informationsquellen ist die Wartungshistorie. Bei Wartungsterminen erfassen Werkstätten fast immer das Servicedatum, den Kilometerstand und die Werkstattdaten. Durch einen chronologischen Vergleich dieser Aufzeichnungen werden ungewöhnliche Sprünge im Kilometerstand oder Unstimmigkeiten oft sehr schnell sichtbar.
Papier-Servicehefte können manipuliert werden
Früher wurden diese Informationen hauptsächlich in einem Papier-Serviceheft festgehalten. Allerdings bergen Papier-Servicehefte auch Risiken. Papier-Servicehefte können gefälscht werden, Stempel lassen sich relativ leicht kopieren, und handschriftliche Kilometerstandseinträge sind nicht immer zuverlässig. Ein vollständig abgestempeltes Papier-Serviceheft ist daher nicht automatisch ein Beweis dafür, dass die Laufleistung echt ist.
Warum digitale Servicenachweise zuverlässiger sind
Genau aus diesem Grund gewinnen zuverlässige digitale Daten zunehmend an Bedeutung. Die wertvollsten Informationen stammen oft direkt vom Hersteller über die offiziellen Wartungsunterlagen der Vertragshändler. Diese Unterlagen werden im Digital Service Register (DSR) der Fahrzeugmarke gespeichert, das auch als digitales Serviceheft bezeichnet wird.
In einem DSR-System werden Wartungsereignisse zusammen mit Datum und Kilometerstand digital erfasst. Da diese Daten direkt aus den offiziellen Händlersystemen stammen, gelten sie allgemein als zuverlässiger als ein herkömmliches Wartungsheft in Papierform.
Der Zugriff auf DSR-Daten ist oft eingeschränkt
Die Herausforderung besteht darin, dass der Zugriff auf DSR-Informationen nicht immer einfach ist. Jeder Hersteller verwendet sein eigenes System, und die Daten sind in der Regel nur für offizielle Vertragshändler oder manchmal auch für den aktuellen Eigentümer des Fahrzeugs einsehbar. Für jemanden, der ein Auto vor dem Kauf überprüfen möchte, kann es daher schwierig sein, diese Informationen im Voraus einzusehen.
Digitale Daten der Wartung können Betrugsfälle aufdecken
Dennoch können diese digitalen Aufzeichnungen bei der Untersuchung möglicher Kilometerstandmanipulationen von entscheidender Bedeutung sein. Deshalb ist es ratsam, sich nicht ausschließlich auf ein Serviceheft in Papierform zu verlassen, sondern nach Möglichkeit auch digitale Wartungsaufzeichnungen, Rechnungen und die Händlerhistorie anzufordern.
Je mehr unabhängige Quellen dieselben Kilometerstände bestätigen, desto glaubwürdiger wird die Fahrzeughistorie.
Mit VehiclePass können Sie auf DSR-Daten zur Wartung zugreifen
VehiclePass trägt dazu bei, die Daten des Digitalen Servicenachweises (DSR) besser zugänglich zu machen. Die im digitalen Wartungsheft gespeicherten Wartungsnachweise enthalten in der Regel auch Kilometerstände. Diese Aufzeichnungen können einen wichtigen Anhaltspunkt dafür liefern, ob der aktuell auf dem Armaturenbrett angezeigte Kilometerstand im Vergleich zur bisherigen Nutzung des Fahrzeugs plausibel ist.
Anhand der offiziellen Daten zur Wartung lässt sich oft besser einschätzen, wie viele Kilometer ein Fahrzeug pro Jahr zurückgelegt hat und ob der Zeitablauf mit den Angaben des Verkäufers übereinstimmt.